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Werbetrends 2009 - Studie: Neue Zeiten. Neue Claims.


Von Alexander Hahn

Die aktuelle "Werbetrends 2009"-Studie von Slogans.de und Trendbüro belegt einen deutlichen Anstieg von Wir-Gefühl, Englisch und Kunstwörtern in den Slogans der deutschen Werbung innerhalb der letzten Jahre. Untersucht wurden 5.196 Markenslogans aus 35 Branchen.
 
 
Slogans mit Wir-Gefühl und Englisch sind im Aufwind.
Die neue repräsentative Slogan-Studie Werbetrends 2009 belegt: Das "Wir" setzt sich als Erfolgsprinzip in der Werbesprache durch. Die Forderung nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl zeigt sich an der Häufung von Begriffen wie "gemeinsam", die von 1,8% in 2004 auf 7,4% in 2008 zugenommen haben. In diesem Zuge kehrt auch die englische Sprache als internationales Bindeglied zurück. Das englische Wort "We" gehört dieses Jahr erstmals zu den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans.

Die Produktqualität rückt wieder ins Zentrum der Werbeversprechen.
Eine weitere wichtige Entwicklung in der Werbesprache ist der Verweis auf Qualität. Nach den Extremen "Geiz ist Geil" und luxuriösem Premium-Image zeigt sich heute eine Rückbesinnung auf Authentizität, Güte und ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis. So ist der Anteil an Markenslogans mit konkreten Qualitätsversprechen von 9,5% in 2004 auf 28,8% in 2008 stark angestiegen. Zu beobachten ist außerdem, wie Unternehmen ihre Kommunikation auf die Turbulenzen der Finanzkrise anpassen: die einen durch eine verstärkt vernünftige, rationale Tonalität, die Leistungsversprechen an Effizienz koppelt. Die anderen durch das Versprühen von zuversichtlichem Optimismus mittels innovativer, spaßorientierter Wortkreationen.

Werbetrends 2009 ist die größte Untersuchung von Claims im deutschsprachigen Raum. Die Studie bietet einen Überblick über die entscheidenden Trends in Markenpositionierung und Konsumentenansprache als strategische Leitlinie in Marketing, Branding und Kommunikation. Alexander Hahn, Gründer von Slogans.de, erläutert: "Werbung ist ein Spiegel der Gesellschaft. Besonders in Krisenzeiten macht sie Werteverschiebungen sichtbar und gibt Orientierung."

Untersucht wurden 5.196 Markenslogans aus 35 Branchen, die zwischen Anfang 2004 und Ende 2008 neu eingeführt wurden. Teil der Auswertung sind erstmals auch Analysen der meistverwendeten Begriffe und sprachlichen Branchen-Schwerpunkte innerhalb der Slogans. Hierbei kamen das Slogans.de Wortstatistik-Tool Slogometer sowie Trendbüros Social-Media-Analyse-Tool InsightBench zum Einsatz.

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© Slogans.de  08.04.2009  Alle Rechte vorbehalten
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